Mai 2017

18.05.2017
STIFTUNG 2.0 – DIE ZUKUNFT DER PRIVATSTIFTUNG

Podiumsdiskussion, Hotel Palais Hansen Kempinski Wien

20.05.2017

Die Zahl österreichischer Privatstiftungen ist seit 2012 rückläufig. Steuerbegünstigungen für Privatstiftungen sind mittlerweile weitgehend weggefallen. Sind Privatstiftungen noch auf der Höhe der Zeit? Wie macht man die Privatstiftung fit für die Zukunft? Diesen Fragen bin ich am 18. Mai gemeinsam mit Stiftungsexperten der Schoellerbank, BDO und INARA im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Wiener Hotel Kempinski auf den Grund gegangen.

Maßgeschneiderte Foundation Governance

Eindeutiger Tenor der Diskussion: Die Privatstiftung bietet nach wie vor einen klaren Mehrwert gegenüber Gesellschafts- und anderen Organisationsformen. Vor allem für Familienunternehmen erfüllt die Privatstiftung als Steuerungsinstrument in der Unternehmensnachfolge eine wichtige Funktion. Dazu ist eine maßgeschneiderte „Foundation Governance“, somit die Regelung der Leitung und Verwaltung der Stiftung, erforderlich.

Reform des Privatstiftungsgesetzes

Schwerpunkte der laufenden Reformbestrebungen sind neben der Stärkung der Begünstigtenrechte weitreichendere Möglichkeiten, die Foundation Governance zu gestalten. Es bleibt zu hoffen, dass die in Aussicht gestellte Reform trotz Neuwahlen bald umgesetzt wird.

Gestaltungsspielraum ausschöpfen

Auch die geltende Rechtslage bietet einen weiten Spielraum zur Ausgestaltung der Foundation Governance. Überwiegend wird davon aber nicht Gebrauch gemacht. Damit ist die Umsetzung des Stifterwillens nicht gewährleistet. Zudem ist oft Streit zwischen den Begünstigten und dem Stiftungsvorstand vorprogrammiert. Die Änderung der Stiftungserklärung kann jedoch nur durch den Stifter höchstpersönlich veranlasst werden. Es liegt daher am Stifter, rechtzeitig die Schritte zu setzen, um seinen Stifterwillen bestmöglich umzusetzen.